Tagesgeld

TagesgeldDas Tagesgeld erfreut sich in Deutschland weiter großer Beliebtheit. Das Tagesgeld ist deshalb so gefragt, weil der Anleger beim Tagesgeld seinem Kapital beim Wachsen praktisch zusehen kann, ohne dass er größere Risiken eingehen muss wie z.B. beim Wertpapiergeschäft. Doch was macht das Tagesgeld aus? Warum das Tagesgeld und nicht ein gewöhnliches Sparbuch bzw. Sparkonto?

Tagesgeld mit hohen Zinsen

An erster Stelle steht hier der hohe Zinssatz. Während die Geldanlage beispielsweise bei einem Sparkonto wegen niedrigen Zinsen schnell unrentabel wird, sind beim Tagesgeld Zinssätze von zur Zeit mehr als 2% möglich. Die Höhe der Zinsen entscheidet sich beim Tagesgeld nicht nach der Anlagedauer, sondern den jeweiligen Konditionen des Kreditinstituts. Aufpassen sollte man vor allem bei Neukundenaktionen zum Tagesgeld, welche oftmals hohe Zinsen versprechen. Diese werden meist nur wenige Monate gewährt, danach gibt es deutlich weniger.

Legt der Kontoinhaber beispielsweise 1 000 Euro an, bekommt er bei einer Verzinsung von 2% eine ansprechende Rendite aufs Tagesgeld. Beim Tagesgeld wird in der Regel das Guthaben öfters verzinst als auf einem Sparbuch. Ideal für den Kunden ist eine monatliche Auszahlung der Zinsen. Je öfter das Tagesgeld verzinst wird, desto eher können die Zinsen vom Tagesgeld noch einmal verzinst werden. So steigt der Zinseszins auf das Tagesgeld. In der Realität haben sich die Banken oft auf einen Mittelweg zwischen monatlicher und jährlicher Verzinsung geeinigt und zahlen die Zinsen auf das Tagesgeld meist zum Quartalsende aus.

Tagesgeld mit schwankenden Zinsen

TagesgeldWährend viele Banken einen gleichbleibenden Zinssatz beim Tagesgeld versprechen, gibt es einige Geldhäuser die ihren Kunden schwankende Zinsen aufs Tagesgeld anbieten. Wenn das Tagesgeld verzinst wird, orientieren sich die Geldinstitute am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Je nach Anstieg bzw. Fall der Zinsen, geben die Banken diesen Vor- bzw. Nachteil an ihre Kunden weiter. In der Regel liegt der gleichbleibende Zinssatz beim Tagesgeld unter den Angeboten mit schwankendem Zinssatz. Der gleichbleibende, niedrige Zinssatz beim Tagesgeld mag dem Interessenten auf den ersten Blick unattraktiv erscheinen; der Vorteil liegt jedoch auf der Hand: Bleibt der Zinssatz gleich, kann der Anleger besser und langfristig planen.

Wer sich also für Tagesgeld interessiert und ein entsprechendes Konto anlegen möchte, sollte vor allem auf die Staffelung der Zinsen achten. In der Realität erhält der Kunde beim Tagesgeld in den ersten Monaten meist hohe Zinsen während der Zinssatz im Laufe der Vertragslaufzeit weiter fällt.

Beim Tagesgeld gibt es in der Regel eine Online-Funktion bei der der Kontoinhaber über das Internet seinen Kontostand überprüfen und sehen kann, ob sich das Tagesgeld schon vermehrt hat. Einige Banken bieten beim Tagesgeld sogar Telefon-Service an.

Risikolos und mit Steuervorteilen

Was die Risiken der Geldanlage angeht, zählt das Tagesgeld zu den sichersten Anlageformen überhaupt. Im Gegensatz zum Wertpapiergeschäft, ist das Guthaben beim Tagesgeld in guten Händen. Die Kreditinstitute sind in der Regel Mitglied in einem Sicherheitsfonds und garantieren beim Thema Tagesgeld absolute Sicherheit.

Auch bei der Steuer profitieren besonders die Kleinanleger von Vorteilen. Beim Tagesgeld bleiben Zinsen in Höhe von 801 Euro für Singles bzw. 1602 Euro bei Paaren steuerfrei. Dies ist der Freibetrag beim Tagesgeld. Alle Beträge die beim Tagesgeld darüber hinausgehen werden zu 25% versteuert.

Zusammenfassend lassen sich die Vorteile im Bezug auf das Tagesgeld immer wieder betonen. Neben der Sicherheit eines Sparbuchs bietet das Tagesgeld eine renditestarke Verzinsung und eine mehrmalige Auszahlung dieser Zinsen. Das Tagesgeld ist bei der Bank zu 100 Prozent gesichert und besonders Kleinanleger genießen beim Tagesgeld steuerliche Vorteile. Alles in allem ist das Tagesgeld nicht ohne Grund eine bliebte Anlagemöglichkeit.