Der Dispokredit – Segen oder Kostenfalle?

Mrz 30th, 2011 | By | Category: Allgemein

Es ist wieder einmal Wochenende und das Wetter gerademal so, dass man nicht so wirklich weiß, was man machen soll. Also nimmt man erst einmal einen kräftigen Schluck gut riechenden Kaffe und lässt die Gedanken vorüberziehen. Eigentlich ein geeigneter Tag, um lang aufgeschobene Einkäufe zu erledigen. Das fallen einem die Gardinen ein, die man schon lange erneuern wollte, eine neue Jacke wäre auch mal wieder fällig usw. Die Gedanken nehmen Form an und ein konkreter Entschluss wird gefasst. Doch halt, Einkäufe kosten ja auch Geld und in diesem Monat waren wir ja mit unseren Ausgaben sehr großzügig. Der nette Abend im Theater mit anschließendem Abendessen von letzter Woche war sehr schön, aber auch nicht gerade billig. Mal sehen was die Finanzen heute so alles hergeben. Geht grad so, und falls das Bargeld nicht mehr ausreicht, gibt es ja noch die Kreditkarte.

Ein Dispokredit ist eine angenehme Sache, sofern man auch mit dem Dispokredit verantwortungsvoll umzugehen weiß. Gerade wer bei Einkäufen am Wochenende oder im Urlaub mal kurz bei Kasse ist, weiß die großen Vorteile eines Dispokredites zu schätzen. Für einen Dispokredit braucht man als Verbraucher auch keine Formalitäten einhalten. Beim Dispokredit wird einfach der Kreditrahmen des Girokontos ausgenützt. Nützen lässt sich der Kreditrahmen des Girokontos mit der Kundenkarte bzw. mit der EC-Karte. Verrechnet wird der offene Saldo des Kreditrahmens mit dem Girokonto. Die Funktion des Dispokredites ist hier ähnlich der einer Kreditkarte. Dem Verbraucher steht hier sozusagen eine Alternative zur Kreditkarte gegenüber.

Der Rahmen des Dispokredites ist klar vorgegeben und hängt in der Regel vom regelmäßigen Einkommen ebenso ab wie von der Bonität des Kontoinhabers. Die Bonität des Kontoinhabers kann auch von Bank zu Bank unterschiedlich bewertet werden. Das hat zur Folge, dass Banken für die gleichen Voraussetzungen unterschiedliche Kreditrahmen vorgeben können. In der Regel wird jedoch jede Bank mit der ihr gebotenen Vorsicht agieren und neben einem Einkommensnachweis auch eine SCHUFA-Auskunft einholen, um ein mögliches Zahlungsausfallsrisiko weitgehend auszuschließen. Hier haben auch andere Umstände, wie zum Beispiel ob man langjähriger Kunde ist und wie regelmäßig man seine Zahlungsverpflichtungen erfüllt, eine bedeutende Gewichtung.

Da gerade bei einem Dispokredit die langjährige Zusammenarbeit eine gewichtige Rolle spielt, sollte man es vermeiden, von einer Bank zur nächsten zu ziehen. Die Gefahr, bei den Banken einen schlechten Eindruck zu erwecken wäre sehr groß. Als Folge könnten die Banken den Antrag auf einen Dispokredit ablehnen. Dennoch sollte man sich gut auf dem Markt umsehen, welche Banken die besten Zinsen für einen Dispokredit bieten. Schließlich ist ein Dispokredit auch nur ein Kredit und muss samt Zinsen zurückbezahlt werden.

Wer gerne vom Dispokredit Gebrauch macht, sollte seine Ausgaben ständig im Kopf haben. Gerade Einkäufe mit der EC-Karte sind sehr „anonym“ und bleiben einem kaum im Gedächtnis. Viel zu leicht passiert es daher, dass man über den Dispokredit hohe Ausgaben tätigt, die einem jedoch nach kurzer Zeit schon entfallen sind. Daher lohnt es sich, an jedem Abend ein paar Notizen zu seinen Ausgaben zu machen. Mit dieser kleinen Buchführung hat man seinen Dispokredit jederzeit unter Kontrolle und muss keine bösen Überraschungen erwarten.

Tags: , , , ,

Leave Comment

*